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Bakterielle Überwucherung des Dünndarms bei Rosazea: Klinische Wirksamkeit ihrer Eradikation

Warum dies für Ihre Darmgesundheit wichtig ist

Die Ursache der Rosazea war lange unklar, und viele Behandlungen (Antibiotika) wirkten, ohne dass eine klare Erklärung dafür existierte. Diese Studie schlug einen konkreten Mechanismus der Darm-Haut-Achse vor und testete ihn — die bakterielle Überwucherung des Dünndarms (SIBO) — und lieferte damit sowohl eine plausible Ursache als auch einen gezielten Behandlungsansatz für eine entstellende, die Lebensqualität beeinträchtigende Hautkrankheit.

Zusammenfassung

Forscher untersuchten 113 Rosazea-Patienten und 60 gesunde Kontrollpersonen mittels Atemtests auf SIBO. SIBO war bei Rosazea-Patienten (46 %) deutlich häufiger als bei Kontrollpersonen (5 %). SIBO-positive Patienten wurden randomisiert entweder mit Rifaximin (Antibiotikum) oder Placebo behandelt. Bei den behandelten Patienten kam es zu einer dramatischen Abheilung der Hautläsionen, während die Placebogruppe erst nach dem späteren Wechsel zur Antibiotikabehandlung eine Besserung zeigte.

Wichtigste Ergebnisse

  • SIBO-Prävalenz: 52/113 Rosazea-Patienten gegenüber 3/60 Kontrollpersonen (P<,001)
  • Eradikation von SIBO → Hautläsionen vollständig abgeheilt bei 78 %, gebessert bei 17,7 %
  • Placebogruppe: keine Besserung bis zum Wechsel auf Rifaximin
  • Remission über mindestens 9 Monate bei 96 % der Patienten aufrechterhalten
  • Papulopustulöse Rosazea korrelierte am stärksten mit SIBO; Flushing/Erythrose korrelierte eher mit H. pylori

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Zitat

Parodi A, Paolino S, Greco A, Drago F, Mansi C, Rebora A, Parodi A, Savarino V. Small intestinal bacterial overgrowth in rosacea: clinical effectiveness of its eradication. Clin Gastroenterol Hepatol. 2008;6(7):759–764. doi:10.1016/j.cgh.2008.02.054

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