NeurodegenerationTMAO

Trimethylamin-N-Oxid (TMAO) als vielversprechender Metabolit: Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Warum dies für Ihre Darmgesundheit wichtig ist

TMAO ist ein aus der Darmmikrobiota stammender Metabolit, der zunehmend als Biomarker anerkannt wird, der Ernährung, Darmbakterien und Krankheitsrisiko miteinander verbindet. Da er durch Ernährung, Probiotika und Nutrazeutika beeinflusst werden kann, eröffnet das Verständnis seiner Wirkmechanismen neue Wege für präventive und therapeutische Strategien bei Herz-Kreislauf- und neurodegenerativen Erkrankungen – Erkrankungen, die weltweit nach wie vor zu den häufigsten Ursachen für Tod und Behinderung zählen.

Zusammenfassung

Dieser Übersichtsartikel erläutert, wie TMAO entsteht (Darmbakterien wandeln Cholin, Carnitin und Betain aus der Nahrung in TMA um, das vom Leberenzym FMO3 zu TMAO oxidiert wird), und beschreibt detailliert seine physiologischen Funktionen als Osmolyte und proteinstabilisierendes Chaperon. Anschließend werden die pathologischen Auswirkungen von TMAO behandelt – endotheliale Dysfunktion, durch das NLRP3-Inflammasom ausgelöste Entzündungen, Störungen des Cholesterin- und Gallensäurestoffwechsels, Hyperreaktivität der Thrombozyten sowie eine beeinträchtigte Funktion der endothelialen Vorläuferzellen –, die Atherosklerose, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und periphere Gefäßerkrankungen begünstigen. Darüber hinaus wird die Rolle von TMAO bei der Neurodegeneration (Alzheimer, Parkinson, ALS) durch eine Störung der Blut-Hirn-Schranke und Neuroentzündungen beleuchtet. Der Artikel schließt mit Strategien zur Senkung des TMAO-Spiegels: Ernährungsumstellung (weniger rotes Fleisch, mehr pflanzliche Lebensmittel), Probiotika, Statine, ACE-Hemmer und polyphenolbasierte Nutrazeutika wie Taurisolo®.

Wichtigste Ergebnisse

  • Erhöhte TMAO-Werte stehen mit einem um 23 % höheren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und einem um 55 % höheren Sterberisiko in Zusammenhang (Metaanalyse von 2017)
  • TMAO aktiviert das NLRP3-Inflammasom über den SIRT3-SOD2-mtROS-Signalweg und treibt so Gefäßentzündungen voran
  • TMAO beeinträchtigt die eNOS-Funktion, wodurch die Stickstoffmonoxidproduktion verringert und die Gefäßrelaxation verschlechtert wird
  • TMAO stört den Cholesterinstoffwechsel, indem es die Enzyme CYP7A1/CYP27A1 hemmt und den reversen Cholesterintransport behindert
  • Die TMAO-Spiegel im Liquor sind bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer-Demenz erhöht
  • Statine (insbesondere hochdosiertes Atorvastatin/Rosuvastatin) und Nutrazeutika wie Taurisolo® (Polyphenolextrakt aus Traubentrester) senken die TMAO-Spiegel im Plasma signifikant
  • Schleifendiuretika (z. B. Furosemid) beeinträchtigen die renale TMAO-Ausscheidung, was mit schlechteren kardiovaskulären Ergebnissen korreliert

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Zitat

Caradonna, E.; Abate, F.; Schiano, E.; Paparella, F.; Ferrara, F.; Vanoli, E.; Difruscolo, R.; Goffredo, V.M.; Amato, B.; Setacci, C.; Setacci, F.; Novellino, E. Trimethylamine-N-Oxide (TMAO) as a Rising-Star Metabolite: Implications for Human Health. Metabolites 2025, 15, 220. https://doi.org/10.3390/metabo15040220

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