Beck-Depressions-InventarBiomarkerDarm-Hirn-AchseDarmmikrobiomDarmpermeabilität

Geschlechtsspezifische Zusammenhänge zwischen Trimethylamin-N-Oxid und Zonulin und Anzeichen einer Depression bei Personen mit und ohne Kohlenhydratmalabsorption

Warum dies für Ihre Darmgesundheit wichtig ist

Die Darm-Hirn-Achse wird zunehmend mit der psychischen Gesundheit in Verbindung gebracht, und diese Studie untersucht, ob zwei mikrobiombezogene Biomarker – TMAO (ein Metabolit aus Darmbakterien) und Zonulin (ein Marker für die Darmpermeabilität, d. h. „Leaky Gut“) – mit depressiven Symptomen zusammenhängen. Zudem wird untersucht, ob eine Kohlenhydratmalabsorption (eine häufige Verdauungsstörung) diesen Zusammenhang verändert und ob sich die Auswirkungen bei Männern und Frauen unterscheiden – eine Nuance, die in der Darm-Hirn-Forschung oft übersehen wird.

Zusammenfassung

Die Forscher maßen die TMAO- und Zonulinwerte im Serum von 251 Teilnehmern (115 mit Kohlenhydratmalabsorption, 136 ohne), untersuchten mittels Atemtest den Laktase-Genpolymorphismus und die Fruktosemalabsorption und bewerteten depressive Symptome mithilfe des Beck-Depressions-Inventars (BDI-II). Anschließend untersuchten sie die Zusammenhänge zwischen den Biomarkern und den Depressionswerten, getrennt nach Geschlecht und Malabsorptionsstatus.

Wichtigste Ergebnisse

  • Median TMAO: 2,66 μmol/l; Median Zonulin: 40,83 ng/ml
  • Der TMAO-Serumspiegel korrelierte insgesamt positiv mit depressiven Symptomen (P = 0,011, ρ = 0,160)
  • Die stärksten Korrelationen zwischen TMAO und Depressionen zeigten sich bei Personen ohne Kohlenhydratmalabsorption (CMA): bei Frauen (P = 0,010, ρ = 0,274) und bei Männern (P = 0,027, ρ = 0,315)
  • Bei den 115 Teilnehmern mit CMA wurden keine signifikanten Korrelationen festgestellt
  • Zonulin zeigte bei Männern ohne CMA eine fast signifikante negative Korrelation mit den Depressionswerten (P = 0,062, ρ = -0,269)
  • Schlussfolgerung: TMAO steht bei beiden Geschlechtern ohne CMA in einem positiven Zusammenhang mit dem Schweregrad der Depression; Zonulin steht bei Männern ohne CMA in einem negativen Zusammenhang mit der Depression – was auf eine geschlechtsspezifische Darm-Hirn-Beziehung hindeutet

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Zitat

Meinitzer, S., Baranyi, A., Holasek, S., Schnedl, W. J., Zelzer, S., Mangge, H., Herrmann, M., Meinitzer, A., & Enko, D. (2020). Sex-Specific Associations of Trimethylamine-N-Oxide and Zonulin with Signs of Depression in Carbohydrate Malabsorbers and Nonmalabsorbers. Disease Markers, 2020, Article 7897240.

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