Die Darm-Hirn-Achse wird zunehmend mit der psychischen Gesundheit in Verbindung gebracht, und diese Studie untersucht, ob zwei mikrobiombezogene Biomarker – TMAO (ein Metabolit aus Darmbakterien) und Zonulin (ein Marker für die Darmpermeabilität, d. h. „Leaky Gut“) – mit depressiven Symptomen zusammenhängen. Zudem wird untersucht, ob eine Kohlenhydratmalabsorption (eine häufige Verdauungsstörung) diesen Zusammenhang verändert und ob sich die Auswirkungen bei Männern und Frauen unterscheiden – eine Nuance, die in der Darm-Hirn-Forschung oft übersehen wird.
Die Forscher maßen die TMAO- und Zonulinwerte im Serum von 251 Teilnehmern (115 mit Kohlenhydratmalabsorption, 136 ohne), untersuchten mittels Atemtest den Laktase-Genpolymorphismus und die Fruktosemalabsorption und bewerteten depressive Symptome mithilfe des Beck-Depressions-Inventars (BDI-II). Anschließend untersuchten sie die Zusammenhänge zwischen den Biomarkern und den Depressionswerten, getrennt nach Geschlecht und Malabsorptionsstatus.
Meinitzer, S., Baranyi, A., Holasek, S., Schnedl, W. J., Zelzer, S., Mangge, H., Herrmann, M., Meinitzer, A., & Enko, D. (2020). Sex-Specific Associations of Trimethylamine-N-Oxide and Zonulin with Signs of Depression in Carbohydrate Malabsorbers and Nonmalabsorbers. Disease Markers, 2020, Article 7897240.